Teil 3: Snapchat als Recruitingtool

Somit wären wir mit Snapchat schon fast auf Du und Du. Doch jetzt wollen wir Snapchat als Recruitingtool einsetzen – wie geht das?

Zuerst einmal: Snapchat ersetzt natürlich nicht die traditionellen Recruitingmethoden, es ergänzt diese, insbesondere wenn man jüngeres Publikum auf sich aufmerksam machen möchte. Um die Snapchat-App möglichst erfolgreich für Ihr Social Recruiting und Employer Branding einzusetzen, geben Ihnen die folgenden Tipps Orientierungshilfe:

    1. Betrachten Sie Snapchat als zusätzliche Komponente Ihrer Online-Strategie
      Snapchat gilt als zusätzliche Möglichkeit, mit potentiellen Mitarbeitenden direkt in Kontakt zu treten. Binden Sie dabei Snapchat auf jeden Fall in Ihren Online-Personalmarketing-Mix ein. Achten Sie auf eine stimmige Wahrnehmung Ihrer Arbeitgebermarke. Allerdings ist dabei nicht zu vergessen, dass Snapchat der Kanal ist, auf dem Social Recruiting besonders kreativ, spontan und authentisch sein darf bzw. muss.
    2. Lassen Sie ihn zu, den Blick hinter die Kulissen
      Millenials lieben Transparenz und Snapchat ist eine wunderbare Möglichkeit potenziellen Bewerbern einen Einblick in die Unternehmensabläufe, die Produktionsprozesse, die Büroatmosphäre oder den Arbeitsalltag der zukünftigen Kollegen zu gewähren. Hierdurch kann sich der Bewerber mittels eines ihm bestens vertrauten Mediums einen Eindruck von Ihrem Unternehmen machen.
    3. Hilfreiche Tipps und Exklusivität
      Hilfreiche Informationen sind etwa Bewerbungstipps, Informationen zu bestimmten Branchen oder auch der erwähnte Blick hinter die Kulissen. Grundsätzlich ist Marketing auf Snapchat nicht gern gesehen. Wer trotzdem Employer Branding betreibt, sollte auf Exklusivität setzen – z. B. exklusive Hintergrundinformationen zum ausgeschriebenen Job.
    4. Seien Sie authentisch und nahbar und nicht zu perfekt
      Snapchat ist spontan, unverfälscht und aus dem Bauch heraus.  Dadurch bietet es dem Unternehmen eine perfekte Gelegenheit sich auch einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Ihre Snaps sollten daher in ihrer Wahrnehmung nicht zu perfekt und geplant wirken. Snapchat-User erwarten nach dem Motto „Keep it real!“ vielmehr ein Höchstmaß an Authentizität.Deshalb mein Rat:

      • Bleiben Sie ganz Sie selbst und verstellen Sie sich nicht.
      • Erzählen Sie auf Snapchat persönliche Geschichten von Mitarbeitern und zeigen Sie so die Menschen, die hinter dem Unternehmen stehen.
      • Geben Sie Bewerbern stets das Gefühl, Ihrem Unternehmen auf Snapchat nähergekommen zu sein.
    5. Trauen Sie sich verspielt und schon mal ein wenig albern zu sein
      Bitte daran denken: „Snapchat hat eine gewisse Leichtigkeit gepachtet“. D.h. alles ist witzig und auch gerne mal ein bisschen albern, was  in der Regel für die älteren Generation schwer nachvollziehbar ist. Aufgabe ist es also herauszufinden, welche lustigen, albernen und nicht ganz so ernst gemeinten Snaps und Stories Sie auf Snapchat verschicken können – natürlich ohne das Unternehmensimage zu ramponieren. Hilfreich ist es, wenn man sich selbst nicht zu ernst nimmt und wenn man mit Selbstironie umgehen kann. Die Snaps, die Sie versenden, dürfen auf keinen Fall langweilig sein. Und bieten Sie immer interessante und kurzweilige Neuigkeiten. Halten Sie Ihre potentiellen Mitarbeitenden mit lustigen Snaps auf dem Laufenden und weisen Sie exklusiv auf neue Jobangebote hin.
Snapchat als Recruiting Tool für die Generation Z
Recruiting mit Snapchat

Fazit: 

Unternehmen haben oft Vorbehalte, wenn es um die ganz jungen, schnelllebigen sozialen Plattformen wie Snapchat und Co. geht. In diesem sehr visuellen und bildlastigen Umfeld ist es tatsächlich schwierig, den Überblick zu behalten.

Schließlich sind neben Snapchat noch weitere bildlastige Plattformen wie Instagram und Pinterest sowie neue Features wie Facebook Live zu finden. Jedoch bieten diese jungen Social-Media-Plattformen für Personaler, Geschäftsführer und Führungskraft die perfekte Gelegenheit, in den Dialog mit der Generation Z zu treten.